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SkinCare Teil II: Hautärzte, Cremes und immer noch keine Besserung in Sicht

Nachdem ich in Teil I meiner SkinCare-Reihe mit meiner Hautgeschichte begonnen habe und wie sich meine Haut seit der Pubertät bzw. nach Ende dieser verschlechtert hat möchte ich euch heute meine Hautärztereise beschreiben. 

Wie im letzten Beitrag erwähnt, bin ich leider erst ziemlich spät zum Hautarzt gegangen. Das lag auf der einen Seite daran, dass alles nur mit einem Pickel anfing, wegen welchem ich einfach nicht die Notwendigkeit sah dort hin zu gehen. Zum Anderen war ich zuvor noch nie beim Hautarzt, wusste nicht was mich erwartet und habe mich wahrscheinlich auch ein bisschen (völlig unnötig) wegen meiner Haut geschämt. Außerdem bin ich bis zum letzten Moment nicht davon ausgegangen, Akne zu haben. Auch Freundinnen, die früher darunter litten, bestätigten mir, dass meine Hauterscheinungen absolut nicht wie Akne aussahen.

Mein erster Besuch beim Hautarzt war damals kurz vor meinem Sommerurlaub im September 2014. Zu diesem Zeitpunkt sah meine Haut so aus:





Meine Pickel waren nicht eitrig und somit ausquetschbar, sondern es sah viel mehr nach Pickelmalen und Unterlagerungen aus. Diese juckten teilweise nach der Reinigung und die einzige Gemeinsamkeit, meiner Meinung nach, mit Akne war, dass sie oft auch weh taten.

Meine Hautärztin diagnostizierte allerdings direkt Akne. Sie fragte ich, seit wann ich diese Hautunreinheiten hatte und ich musste ein wenig überlegen. Schlimmer wurde es eigentlich seitdem ich sämtliche Produkte von Reinigungsgels, -schaum, Cremes, Seren, Augencremes etc. benutzt hatte. Sie vermutete daraufhin, dass meine Haut einfach überpflegt war, mit den ganzen Produkten nicht klar kam und ich dieses Pflegeritual sehr reduzieren sollte. Am Besten sollte ich mich wieder nur mit Wasser waschen, das könnte unter Umständen schon reichen, hätte aber vermutlich einige Zeit gedauert. Da ich natürlich ungeduldig war verschrieb sie mir eine Creme.




Skinoren 20% Creme

Die Skinoren Creme ist für leichte bis mittelstarke Akne und soll zweimal täglich auf dem gesamten Gesicht angewendet werden. Viele Aknemittel haben sehr starke Neben- und Wechselwirkungen, dies ist bei dieser Creme nicht der Fall, weshalb meine Hautärztin es erstmal hiermit versuchen wollte. Zusätzlich dazu nahm ich einige Wochen Hefekapseln und Zinktabletten. Außerdem verschrieb sie mir noch folgendes Serum.


Basocin 1% Akne-Lösung

Die Basocin Lösung enthält ein Antibiotikum und ist lokal auf betroffenen Stellen anzuwenden. Sie ist vor allem für dickere, fiese Pickel gedacht, damit diese sich nicht entzünden und es zu Narben kommt. So klingen diese etwas schneller ab. Diese Lösung benutze ich auch heute noch, wenn es zu solchen Unreinheiten kommt.

Basocin Lösung war auch das einzige Antibiotikum, das ich von meiner Hautärztin verschrieben bekommen habe. Sie hält weder von einer langfristigen lokalen Aknetherapie mit Antibiotikum etwas, noch von Antibiotikum zum Einnehmen. Leider kommt es so immer wieder dazu, dass sich Resistenzen gegen Antibiotika bilden, sodass z.B. bei einer Mandelentzündung diese Antibiotika nicht mehr anschlagen. Auch meine Mutter hatte in ihrer Jugend mit dieser Problematik zu kämpfen. So waren sich sowohl sie als auch die Hautärztin einig, dass eine Antibiotikatherapie nicht in Frage kommt.


Isotrex Creme 0,05%

Was mir letzten Endes geholfen hat war die Isotrex Creme. Sie enthält eine Vitamin A-Säure und ist ebenfalls für leichte bis mittelschwere Akne konzipiert.

Am Anfang der Therapie stellt sich zunächst eine Verschlimmerung ein. Dies kennt man auch von einigen homöopathischen Mitteln für Schmerzen, bei denen diese erst schlimmer werden bevor eine Besserung eintritt. Bei der Isotrex Creme kann es außerdem zu einer vorübergehenden Hautrötung, ähnlich eines Sonnenbrandes kommen. Aus diesem Grund wird die Therapie langsam begonnen und schleichend verstärkt, sodass man sie am Ende ein- bis zweimal täglich aufträgt. Meine Haut hat sich dadurch innerhalb von etwa neun Monaten enorm verbessert, sodass nur noch Pickelmale da waren. Aufgrund der Nebenwirkungen, die ich euch gleich noch erläutern werde, habe ich die Isotrex Creme anschließend langsam wieder abgesetzt, sodass ich aktuell ohne Therapie und mit dennoch reiner Haut lebe.

Nun zu den Nebenwirkungen. Die Isotrex Creme enthält denselben Wirkstoff, wie auch das bekannte Aknemittel Aknenormin, das viele Menschen mit sehr sehr starker Akne einnehmen müssen. Auch ich habe mit meiner Hautärztin über dieses gesprochen, wir haben uns jedoch aufgrund der vielen und starken Nebenwirkungen dagegen entschieden. Einige, die mir im Kopf geblieben sind, sind die folgenden:
  • Beeinflussung der Leber und Niere - man muss in regelmäßigen Abständen zum Blutabnehmen, um die Werte zu überprüfen
  • Trockene Haut, Augen, Nase und andere Schleimhäute - unter anderem auch Nasenbluten u.ä,
  • Aknenormin muss mindestens über einen Zeitraum von 2 Jahren mit einer bestimmten Dosis genommen werden, da sonst bei Absetzung ein Aknerückfall in noch schlimmerem Ausmaß drohen kann.
  • Die krasseste Nebenwirkung: Man darf unter keinen Umständen während der Einnahme schwanger werden, da sonst der Fötus so geschädigt wird, dass eine Abtreibung empfohlen würde. In diesem Zusammenhang muss man oft jeden Monat einen Schwangerschaftstest beim Hautarzt vorlegen und sogar unterschreiben, dass man bestenfalls hormonell und mechanisch (also mit Kondom) verhütet.
Diese Nebenwirkungen werden auch bei der Isotrex Creme vermutet, allerdings in weitaus weniger krassem Maß. Vor allem der Punkt Schwangerschaft ist zwar nicht wissenschaftlich bewiesen, allerdings musste auch ich zur Vorsicht das besagte Formular unterschreiben. Mit den sonstigen Nebenwirkungen hatte ich allerdings keinerlei Probleme - zum Glück!


Isotrex hat meine Haut schon sehr stark verbessert, sodass ich heute pickelfrei bin. Zur Perfektion meiner Aknetherapie habe ich außerdem einmal wöchentlich Heilerdemasken und täglich zur Reinigung das Dermasence Mousse verwendet. Ob und inwieweit die beiden zur Verbesserung beigetragen haben, kann ich allerdings nicht 100% beweisen.




Im dritten und letzten Teil der Reihe möchte ich euch zeigen, wie ich meine Haut heute pflege. Wie viele Produkte verwende ich und vor allem welche, damit meine Haut so bleibt wie sie ist.


Wenn ihr unter Akne gelitten habt, wie sah eure Therapie aus? Musstet ihr auch mehrere Mittel ausprobieren oder habt ihr sofort euer persönliches Wundermittel gefunden?

1 Kommentar:

  1. Ich hatte nie Akne. Ach wie blöd, dass man so geduldig sein muss.

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