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Sorgen über Sorgen über Sorgen

Ich bin grade richtig deprimiert bezüglich meiner Zukunft ... Da bezahlt man hunderte von Euros für ein Studium an einer privaten Hochschule und muss dann erfahren, dass man eigentlich jeden erdenklichen Sch*** hätte studieren können um später in seinem Wunschberuf arbeiten zu können, da man eh noch eine Ausbildung dranhängen muss.



Wir ihr wisst studiere ich Journalismus und Unternehmenskommunikation und das an einer noch ziemlich unbekannten, privaten Fachhochschule in Köln: der Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft, kurz HMKW. Ich möchte diese Schule auch überhaupt nicht in Frage stellen, ich bin super zufrieden. Es ist eine tolle, familiäre Atmosphäre, kleine Kurse und überhaupt nicht abgehobene Schickimicki-Menschen. Aber das hat auch seinen Preis: 550€ bezahlen meine Eltern jeden Monat dafür, dass ich meinen Traumberuf erlernen kann. (Ich wollte wirklich schon seit ich denken kann Journalistin werden, habe es in jedes Freundebuch hineingeschrieben).

Gestern hatten wir dann Besuch von einer netten Dame vom WDR, die uns ein bisschen etwas über ihren Werdegang sowie unsere Zukunftsaussichten erzählt hat. Und dabei kam folgendes raus: Um als Redakteur bei einem Medium angenommen zu werden bzw. um als vollwertiger Journalist zu gelten, muss man zwei Bedingungen erfüllen:

1. Man benötigt ein abgeschlossenes Hochschulstudium. Und jetzt kommt der Knackpunkt: dabei ist es völlig egal, WELCHEN Studiengang man erfolgreich absolviert hat. Egal, ob Medienwissenschaft, Biologie oder Jura, einzig und allein zählt, dass man sich in irgendetwas Bachelor nennen kann. Wofür bezahlen meine Eltern so viel Geld, wenn ich im Grunde genommen auch BWL (mein Alternativplan) hätte studieren können und dennoch Aussichten auf meinen Traumjob gehabt hätte?

2. Benötigt man nach eben diesem Hochschulstudium zusätzlich eine journalistische Ausbildung in Form eines Volontariats oder einer Ausbildung an einer Journalistenschule, die im übrigen erneut Geld kostet, da privat.

Das was aber für mich noch bitterer ist, ist dass es in Deutschland einige Studiengänge gibt, die sowohl den Hochschulabschluss als auch schon die journalistische Ausbildung abdecken. So zum Beispiel an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, welche sich ziemlich in meiner Nähe befindet.



Das einzige, was mich nun noch aufrecht erhält, ist der Gedanke daran, dass ich ohnehin lieber in die Unternehmenskommunikation möchte und ich hoffe, dass dort diese journalistische Grundausbildung nicht unbedingt notwendig ist um einen Job zu kriegen. Beim WDR kriegt man zum Beispiel ohne diese keine Festanstellung. Und da ich unter keinen Umständen als freier Journalist arbeiten möchte bleibt mir ja nix anderes übrig als eine Ausbildung nach meinem Studium zu machen.

Wann ich dann mal endlich Zeit und Geld habe auszuziehen und eine Familie zu gründen wird sich dann mal zeigen ...

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